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Kirche Obertiefenbach Kirche Niedertiefenbach Wallfahrtskapelle Beselich Kirchengemeinde
Sankt Aegidius Obertiefenbach
An der Kirche 7
Tel.: 06484 / 252
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Bilder zur Heimatstube Obertiefenbach finden sie hier.

Warum eine Heimatstube?
Heimat- oder Dorfmuseen, Heimatstuben oder heimatgeschichtliche Sammlungen sind in den vergangenen Jahren in vielen Gemeinden und Städten eingerichtet worden. Es sollte nicht alles vergessen werden, was einmal war. Die Begegnung mit Gegenständen aus verschiedenen Lebensbereichen, die Menschen früherer Generationen verwendet haben, das Betrachten dieser Gegenstände und das Betrachten bzw. Lesen geschriebener Dokumente, Bilder und Lebenszeugnisse, Darstellungen historischer Ereignisse können dazu beitragen, Vorstellungen und Einstellungen von Menschen in der Vergangenheit zu erhalten. Es geht dabei keineswegs um die Verherrlichung der Vergangenheit.

Standort 'Alte Schule'
Die Heimatstube befindet sich in dem ehemaligen Schulgebäude von Obertiefenbach. Dieses Bauwerk stellt ein Kulturdenkmal aus dem 19. Jahrhundert dar. Aufgrund seiner Geschichte und zentralen Lage im Ortskern von Obertiefenbach ist das Pfarrheim 'Alte Schule' der optimale Standort für eine Heimatstube.

Vorbereitung
Am 20.12.1992 wurde bei einer Vorstandssitzung des Katholischen Männerwerks über die Entstehung einer heimatgeschichtlichen Sammlung beraten. Der Vorstand des Männerwerks war mit Lothar Meller, Horst Bopp, Johann Weis und Johann Gräf vollzählig vertreten. Der Vorsitzende des Obertiefenbacher Verwaltungsrates Gerd Heep und das Mitglied des Männerwerks Paul Schmitt waren ebenfalls anwesend. Gerd Heep erklärte, dass Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat mit dieser Aufgabe überfordert seien und deshalb den Ausbau des Dachgeschosses und die Errichtung einer Heimatstube dem Männerwerk übertragen wollten (Vorstandssitzung vom 14.11.1991). Der Vorstand des Männerwerks war bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Paul Schmitt ließ einen Kostenvoranschlag für den Ausbau des Dachgeschosses erstellen.

Beginn
Nachdem die administrativen und finanziellen Voraussetzungen erfüllt waren, wurde im September 1994 mit den Arbeiten begonnen. In der Regel trafen sich die Männer, die sich freiwillig für diese Arbeiten zur Verfügung stellten, einmal wöchentlich. Über die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden wurde nicht Buch geführt.
Die Hauptakteure waren Paul Schmitt, Johann Weis und Lothar Meller. Später kamen Herbert Beck, der alle Elektroleitungen verlegte und Norbert Laux (Schuhmacherwerkstatt) hinzu. Mitgeholfen haben, vor allem beim Transport des Materials, Josef Röhrig, Ferdinand Neumann, Werner Geis, Helmut Steiner, Josef Litzinger und Rudolf Jeuk.

Eröffnung
Am Samstag, den 14. März 1998, wurde die Heimatstube im großen Saal des Pfarrhauses eröffnet. Bis auf den letzten Platz war der Saal gefüllt. Paul Schmitt führte durch das Programm. Johann Weis begrüßte die Gäste und hielt die Laudatio über die Entstehung der Obertiefenbacher Heimatstube. Der Hausherr Pater Bernhard Hofmann betonte 'Sie haben keine Mühen gescheut, dass etwas entstehen konnte, was als Kulturgut bewahrt werden kann.' Bürgermeister Hans-Peter Wahl würdigte die Verdienste des Katholischen Männerwerks mit den Worten 'Ohne die Eigenleistung dieser Männer wäre dieses Projekt nicht finanzierbar und realisierbar gewesen.' Der Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg Dr. Manfred Fluck lobte Paul Schmitt und referierte über die Entwicklung Obertiefenbachs. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Beselich Wolfgang Lechner war erstaunt, dass aus dem stark sanierungsbedürftigen Dachgeschoss des Pfarrheims eine 'schmucke Stube' geworden war. Bezirksdekan Dieter Lippert zeigt sich erfreut über die Gestaltung eines solchen Raums mit dem Bezug zur Vergangenheit. Für die Heimatvertriebenen freute sich der Kreisvorsitzende Franz Krotzky, dass in der Heimatstube ein Platz für die ursprüngliche Heimat dieser Mitbürger eingerichtet wurde. Grußworte überbrachten Christof Martin für den Verein zur Erhaltung der Klosterruine Beselich und Norbert Bandur. Karl Schmittel von der benachbarten Volksbank Schupbach und Lore Zöller im Namen der Frauengemeinschaft gratulierten ebenfalls.
Am Sonntag, dem 15. März 1998 wurde die Heimatstube erstmalig der Öffentlichkeit als Tag der offenen Tür vorgestellt. Lothar Meller, der 35 Jahre lang Vorsitzender des Männerwerks war und tatkräftig bei der Entstehung der Heimatstube mitgewirkt hatte, konnte wegen schwerer Krankheit nicht erscheinen.

Im Laufe der nächsten Jahre erfolgten Erweiterungen und Ergänzungen der Räumlichkeiten sowie die Beschaffung von weiteren Exponaten. Die letzten Arbeiten zur Fertigstellung der Heimatstube auf heutigem Niveau leisteten Johann Weis, Herbert Beck und Dieter Pytlik im Jahr 2008.

Sehenswertes
Das Heimatarchiv bietet eine Vielzahl an Dokumenten, Fahnen, Fotografien, Büchern, Bildern und Ortsplänen aus dem Leben früherer Generationen. Eine komplette alte Schusterwerkstatt, eine alte Wohnstube mit Herd, ein Bett mit Strohmatratze, Arbeitsgeräte einer Schreinerei und Zimmerei, eines Dachdeckers und eines Anstreichers finden sich ebenfalls hier sowie viele alte Geräte aus der Landwirtschaft und aus dem Haushalt. Zudem sind Gegenstände aus dem religiösen Leben ausgestellt.
Regionaltypisch sind auch die Exponate, welche die Arbeiten beim Basaltabbau zeigen, sowie die Gesteine aus der Heimatgemeinde: Basalt, Ton, Quarzit und Eisenstein sowie eine Lore, die sich am Eingang zu dem denkmalgeschützten Gebäude befindet.
In heimatkundlichen Sammlungen sind nach Themengebieten wesentliche Presseartikel und Fotografien für interessierte Besucher einsehbar. Da Obertiefenbach besonders viele Heimatvertriebene aufnahm, die das Dorfbild in den 1950er Jahren mitprägten, ist auch dies in der Heimatstube veranschaulicht. Ebenso sind vielfältige Unterlagen und Darstellungen über das Kloster und die Klosterruine Beselich und deren Erhaltungsmaßnahmen in einem eigenen Bereich vorhanden. In einer Vitrine sind auch die Ernennungsurkunde des kürzlich verstorbenen ehemaligen Bundesministers und Obertiefenbacher Ehrenbürgers Georg Leber, sowie dessen päpstliche Urkunde zur Ernennung zum 'Ritter des heiligen Georg' sowie weitere Dokumente und Fotos aus der Politik der 1960/70er Jahre ausgestellt.

Zukunft
Die Mitglieder des Katholischen Männerwerks wollen die Heimatstube auch in Zukunft verwalten, ergänzen und bei Bedarf verändern. Obwohl alle Räume des Dachgeschosses erschlossen sind, können keine größeren Maschinen oder Geräte ausgestellt finden. Vor allem schriftliche Dokumente, die in Ordnern gesammelt werden können, sind als Exponate gefragt. Auch alte interessante Bilder und Bücher werden sorgsam aufbewahrt.

Öffnungszeiten
In der Regel ist die Heimatstube am zweiten Sonntag jeden Monats für Besucher geöffnet. Führungen von Gruppen können nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten erfolgen.

Zuständig
Als Vertreter der Heimatstube sind im Vorstand des Männerwerks:
Franz-Josef Sehr als Leiter der Heimatstube sowie Johann Weis und Dieter Pytlik.

Die Heimatstube soll das Interesse möglichst vieler Menschen und aller Altersstufen finden. Eingeladen zum Besuch sind nicht nur die Bürger Beselichs, sondern auch Interessenten aus der erweiterten Heimat und darüber hinaus.



Bilder zur Heimatstube Obertiefenbach finden sie hier.